Mietpreis berechnen
Ein voller Kalender hilft wenig, wenn jede Buchung zu knapp kalkuliert ist. Rechne Anschaffung, laufende Kosten und deine Zeit in einen Preis je Vermietung um.
So entsteht dein Mietpreis
Der Rechner verteilt den angenommenen Wertverlust und die jährlichen Fixkosten auf deine erwarteten Buchungen. Verbrauch und Arbeitszeit kommen pro Auftrag hinzu. Der Aufschlag wird auf diese Gesamtkosten angewendet.
Kosten je Buchung = ((Anschaffung − Restwert) ÷ Nutzungsjahre + jährliche Fixkosten) ÷ Jahresbuchungen + Material + Stunden × Stundenwert
Mietpreis = Kosten je Buchung × (1 + Aufschlag ÷ 100)
Ein Beispiel mit einer Fotobox
3.500 € Anschaffung, 500 € Restwert und vier Nutzungsjahre ergeben 750 € kalkulatorischen Wertverlust pro Jahr. Zusammen mit 600 € weiteren Fixkosten und 30 Buchungen sind das 45 € je Auftrag. Dazu kommen 18 € Verbrauch und zwei Stunden zu 25 €: insgesamt 113 € Kosten. Mit 20 % Aufschlag ergibt sich ein Mietpreis von 135,60 €.
Was du zusätzlich prüfen solltest
- Lieferung: Bei separater Berechnung die Fahrten hier nicht noch einmal einrechnen. Nutze den Lieferkostenrechner.
- Auslastung: Halbiere die Buchungszahl und prüfe, ob der Preis weiterhin tragfähig ist.
- Reparaturen: Plane einen begründeten Betrag in deinen Kosten ein; die Rechnung schätzt ihn nicht automatisch.
- Finanzierung und Steuern: Sind im Modell nicht enthalten. Der errechnete Überschuss ist kein steuerlicher Gewinn.
20 % Aufschlag sind nicht 20 % Marge
Bei 100 € Kosten und 20 % Aufschlag beträgt der Preis 120 €. Die Differenz von 20 € entspricht rund 16,7 % des Umsatzes. Wenn du eine Zielmarge festlegen möchtest, musst du diesen Unterschied beachten.
Weiterlesen: Eine Fotobox mit drei Auslastungsszenarien kalkulieren.